Liebe Patientinnen und Patienten, in der Zeit vom 23.10.2017 bis 03.11.2017 findet keine Sprechstunde statt. Die Öffnungszeiten der Rezeption für dringende Wiederholungsrezepte sind wie folgt: Montag, 23.10.2017 09:00-11:00 Uhr Dienstag, 24.10.2017 09:00-11:00 Uhr Mittwoch, 25.10.2017 09:00-11:00 Uhr Donnerstag, 26.10.2017 12:00-15:00 Uhr Freitag, 27.10.2017 geschlossen!!! Montag, 30.10.2017 09:00-11:00 Uhr Dienstag, 31.10.2017 09:00-11:00 Uhr Mittwoch, 01.11.2017 09:00-11:00 Uhr Donnerstag, 02.11.2017 12:00-15:00 Uhr Freitag, 03.11.2017 geschlossen!!! Ab dem 06.11.2017 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da. Unsere ärztliche Vertretung in Notfällen übernimmt die Praxis Dr. van Heys, Mehringdamm 43, Tel.: 6938760 Ihr Praxisteam

Psychiatrie und Psychotherapie

Im Bereich Psychiatrie und Neurologie hat es in den letzten Jahrzehnten erhebliche Fortschritte, neue Behandlungsmethoden und einen großen Wissenszuwachs gegeben, was auch in der ambulanten Versorgung psychischer Erkrankungen angekommen ist. Die Abklärung, Behandlungsplanung, psychoedukative Beratung und Therapie von Angststörungen, Depressionen, psychosomatischen Störungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Schlafstörungen, Suchtstörungen, Persönlichkeitsstörungen, psychotraumatischen Störungen erfolgt in dieser Praxis. Ich führe mit Ihnen ein Gespräch mit Fragen zu Ihren Beschwerden und funktionellen Einschränkungen im Alltag, zur Lebenssituation (z.B. Verlust des Arbeitsplatzes) und zu Ihrer weiteren Lebensgeschichte durch. Bringen Sie ihre wichtigsten Vorbefunde und Unterlagen sowie einen Plan der eingenommenen Medikamente mit. Vergessen Sie beim Ersttermin nicht Ihre elektronische Gesundheitskarte. Die psychiatrisch psychotherapeutische Behandlung erfolgt im Rahmen von vereinbarten Untersuchungsterminen und regelmäßigen Gesprächskontakten und ist längerfristig konzipiert. Begleitende Therapien wie Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische Therapie, Schematherapie oder auch psychisch funktionelle Ergotherapie sind oft erforderlich. Ich arbeite mit psychologischen Instituten und erfahrenen psychologischen PsychotherapeutInnen und Ergotherapeuten zusammen. Der Einsatz von Psychopharmaka erfordert viel Erfahrung und kann sehr hilfreich sein. Psychopharmaka verordne ich in gemeinsamer Entscheidungsfindung (shared decision making). Zur schnellen und gewissenhaften Überprüfung relevanter Interaktionen mit anderen verordneten Medikamenten (Mittel gegen Bluthochdruck, Diabetes, Schmerzmittel) besteht ein direkter Online Zugang zum Interaktionsprogramm PSIAC. Gegebenenfalls ist eine Medikamentenanpassung oder Umstellung sinnvoll und eine Absprache mit Ihrem Hausarzt notwendig.

Krankheitsbilder

Depression ist charakterisiert durch den Verlust der Erlebnisfähigkeit zu Freude mit Gefühl der Gefühllosigkeit, Sinnlosigkeitserleben, Unruhe, Konzentrationsdefizit, Antriebsmangel, hinzu kommen Schuldgefühle, Entscheidungsprobleme, Denkhemmung, schwere Schlafstörungen (Morgentief), Reizbarkeit, Angstzustände, lebensüberdrüssige Gedanken, Rückzugsverhalten, vermehrte Selbstunsicherheit. Bei der Depression handelt es sich um eine ernste und oft längerdauernde Störung, die umfassender und schneller Therapie bedarf, meist in Form von psychiatrisch psychotherapeutischen Gesprächen, psychologischer Psychotherapie, Medikation, Ergotherapie. Die sogenannte unipolare Depression ist eine der am stärksten behindernden Erkrankung in der Altersgruppe der fünfzehn bis vierundvierzigjährigen Menschen. Sonderformen der Depression sind atypische und bipolare Depression (bipolare Störung) und Rapid cycling (rasche Stimmungswechsel). Die genaue Erhebung des Befundes und der Vorgeschichte ist zur Zuordnung des Depressionstyps ist wichtig. Zusätzliche Probleme wie Suchtstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen und Persönlichkeitsstörungen können vorliegen. In akuten Fällen wie depressiver Krise ist eine stationäre oder tagesklinische Behandlung eine gute Empfehlung. Eine psychosomatische Rehabilitation oder eine Maßnahme zu Teilhabe ist bei längerer Arbeitsunfähigkeit zur beruflichen Wiedereingliederung oft hilfreich.
Es handelt sich um eine häufige, typischerweise im Kindesalter beginnende psychische Störung mit Beeinträchtigungen in den Bereichen Aufmerksamkeit, Störungen der Impuls- und Verhaltenskontrolle, starker Unruhe, motorischer Hyperaktivität und Problemen im Sozialverhalten. Die Abklärung erfolgt neben der auführlichen Erhebung der biographischen Vorgeschichte auch mit speziellen Fragebögen (hier in der Praxis mit Homburger Skalen HASE, z.B. ADHS-SB, Wender-Reimherr Interview, WURS-K). Schulzeugnisse dokumentieren oft frühe Leistungs- und Verhaltensprobleme, diese sollten Sie zur Untersuchung mitbringen. Die Therapie erfolgt mit aufmerksamkeitssteigernden Medikamenten (meist Methylphenidat) im Rahmen eines umfassenden Behandlungsplans. Psychotherapie gehört mit zum Behandlungsplan, ebenso die Erstellung von Wochenplänen und Tagesprotokollen.
Das Schizophreniespektrum kommt in allen Ländern und Kulturkreisen vor, die Erkrankung beginnt zwischen dem 15ten und 35ten Lebensjahr und ist gekennzeichnet durch Positivsymptome wie Halluzinationen und wahnhaftes Erleben sowie Negativsymptome wie Antriebsmangel und Depression. PatientInnen mit schizophrener Störung haben auch Schwierigkeiten, Gesichtsausdrücke richtig zu interpretieren. Genetische Faktoren, die die Hirnentwicklung beeinflussen, und negative Umweltfaktoren wirken zusammen. Die therapeutischen Optionen haben sich durch moderne Medikamente wie atypische Neuroleptica erheblich verbessert. Die Behandlung umfasst Pharmakotherapie, psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung, Psychoedukation unter Einbezug des sozialen und persönlichen Umfeldes, Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Ziel ist es, Funktionsfähigkeit und Lebensqualität aufrecht zu erhalten oder zu verbessern.
Patienten mit Suchtstörungen können hier behandelt werden, ich führe aber keine Substitutionsbehandlung durch. Bei Suchtstörungen sind Entzugs- und Entwöhnungsbehandlungen angezeigt, die ambulant oder teilstationär erfolgen können. Ich arbeite mit Suchtberatungsstellen und ambulanten Behandlungseinrichtungen und Rehabilitationseinrichtungen zusammen.
Häufige Angststörungen sind generalisiere Angststörung, Panikstörung, soziale Phobie und Agoraphobie. Die umgehende Einleitung einer Psychotherapie, meist Verhaltenstherapie ist sinnvoll. Eine Medikation ist bei starken Angststörungen sinnvoll. Bei schwereren Verläufen ist eine stationäre Psychotherapie oder psychosomatische Rehabilitation sinnvoll.
Zwangsgedanken und Zwangsgrübeleien sind zu unterscheiden. Bei Zwangsstörungen bestehen ein Serotonindefizit im präfrontalen Kortex (vorderes Frontalhirn) und Störungen in den Basalganglien mit Defiziten der Vertrauensbildung in das sogenannte prozedurale Lernen. Verbindungen zu verschiedenen Hirnarealen (Nucleus accumbens, Amygdala sind gestört. Die Therapie umfasst Verhaltenstherapie, Psychoedukation, Medikation meist mit Serotoninwiederaufnahmehemmern, in schweren Fällen ist der Einsatz von Neuroleptica sinnvoll.

Überweisungen zu Spezialuntersuchungen

cerebrales MRT, MRT der Hals- und Lendenwirbelsäule
z.B. DAT Scan bei Parkinson Verdacht
Überweisung in ein Schlaflabor zur Polysomnographie

Spezielle Untersuchungen

Neben gängigen Fragebogentests erfolgt hier der CERAD plus zur Demenzerfassung und TAP 2.3 (Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung nach Fimm) bei Aufmerksamkeitsstörungen. Es handelt sich um zeitaufwändige, aber aussagekräftige Untersuchungen, die nur nach Vereinbarung durchgeführt werden können.
Das EEG ist eine computergestützte Untersuchung der Hirnströme, angewendet zur Abklärung oder Feststellung von erhöhter Anfallsbereitschaft bei Epilepsie, zur Feststellung von Herdbefunden bei Hirnerkrankungen und zur Beurteilung des allgemeinen Funktionszustandes des Gehirns (Allgemeinveränderung).
Duplex Sonographie der hirnversorgenden Gefäße extra- und intracraniell
Blutabnahmen wie Blutspiegelbestimmungen von Medikamenten, Laborkontrollen bei fortlaufender Medikation, z.B. Lithiumbehandlung, Blutspiegelbestimmung von Medikamenten wie Antiepileptika oder Neuroleptica werden hier durchgeführt und in einer Laborgemeinschaft ausgewertet

Psychosomatische Rehabilitation und Krankenhausbehandlung

Gezielte und frühzeitige Rehabilitationsmaßnahmen sind sinnvoll, um die Funktionsfähigkeit und die Erwerbsfähigkeit zu erhalten. Zu Fragen der Rehabilitation berate ich Sie gerne.