Liebe Patientinnen und Patienten, in der Zeit vom 23.10.2017 bis 03.11.2017 findet keine Sprechstunde statt. Die Öffnungszeiten der Rezeption für dringende Wiederholungsrezepte sind wie folgt: Montag, 23.10.2017 09:00-11:00 Uhr Dienstag, 24.10.2017 09:00-11:00 Uhr Mittwoch, 25.10.2017 09:00-11:00 Uhr Donnerstag, 26.10.2017 12:00-15:00 Uhr Freitag, 27.10.2017 geschlossen!!! Montag, 30.10.2017 09:00-11:00 Uhr Dienstag, 31.10.2017 09:00-11:00 Uhr Mittwoch, 01.11.2017 09:00-11:00 Uhr Donnerstag, 02.11.2017 12:00-15:00 Uhr Freitag, 03.11.2017 geschlossen!!! Ab dem 06.11.2017 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da. Unsere ärztliche Vertretung in Notfällen übernimmt die Praxis Dr. van Heys, Mehringdamm 43, Tel.: 6938760 Ihr Praxisteam

Neurologie

Im Bereich der Neurologie und der Psychiatrie hat es in den letzten Jahrzehnten Fortschritte, neue Behandlungsmethoden und einen großen Wissenszuwachs gegeben, was die ambulante neurologische Behandlung erheblich verbessert hat. Am Anfang steht die Klärung und Erfassung Ihrer Beschwerden und Einschränkungen und eine körperlich neurologische Untersuchung. Meist sind spezielle Zusatzuntersuchungen notwendig. Bringen Sie zum ersten Kontakt bitte Ihre wichtigsten Vorbefunde und Unterlagen sowie einen Plan der von Ihnen eingenommenen Medikamente mit.

Krankheitsbilder

Spannungskopfmerzen sind leicht- bis mittelschwere Kopfschmerzen, die im Bereich des gesamten Kopfes auftreten (holocephal), Migräne ist ein periodisch wiederkehrender, pulsierender und meist halbseitiger Kopfschmerz oft von zusätzlichen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit, Geruchsempfindlichkeit oder Geräuschempfindlichkeit (Phonophobie) begleitet.

Bei klassischer Migräne tritt meist eine sogenannte Aura mit Sehstörungen (Flackern im Gesichtsfeld) oder anderen vorübergehenden neurologischen Störungen auf. Seltenere Kopfschmerzformen sind Cluster Kopfschmerz und Hemikranie (Halbseitenkopfschmerz). Trigeminusneuralgie ist ein einseitiger heftiger und stechender und einschießender Gesichtschmerz. Eine cerebrale Bildgebung ist beim erstmaligen Auftreten akuter Kopfschmerzen notwendig.
Häufigste Schwindelform ist der gutartige Lagerungsschwindel, der durch einen akut auftretenden Drehschwindel und ggf. Übelkeit gekennzeichnet ist. Häufig tritt auch ein Schwindel bei Migräne auf.
Durch Mangel an dem Botenstoff Dopamin und aufgrund langjähriger Abbauprozessen im Hirnstamm und tiefsitzenden Basalganglien kommt es zu einem fortschreitenden Verlust von motorischen Fähigkeiten und Minderung der Koordination (mit Verlangsamung von Bewegungen, Muskelsteifigkeit, Tremor, Haltungs- und Ganginstabilität). Depressionen, Schmerzustände, Schlafverhaltensstörungen, Verdauungsstörungen können als nichtmotorische Symptome hinzu kommen. Vorboten sind auch Riech- und Sehstörungen, Schmerzzustände, motorische Schwäche und bestimmte Verhaltensstörungen im Schlaf. Seltenere Sonderformen der Parkinson Krankheit sind Multisystematrophie, progressive supranukleäre Blickparese, kortikobasale Degeneration, Parkinsonismus bei Lewy-Körperchen-Demenz. Die ambulante Therapie umfasst die Verordnung der Medikamente nach Plan, Physiotherapie und weitere Heilmittelverordnungen. Bei atypischen oder komplizierten Verläufen kann eine stationäre Behandlung und Abklärung notwendig sein. Im Verlauf der langjährigen Erkrankung erfolgt oft eine Rehabilitation in einer Fachklinik für Bewegungsstörungen. Zu speziellen Therapien (Schrittmacherimplantation) überweise ich ggf. an eine Fachambulanz.
Das Restless Legs Syndrom (Syndrom der unruhige Beine) ist gekennzeichnet durch einen Bewegungsdrang der Beine, meist verbunden mit Mißempfindungen, teils reißenden, juckenden oder ziehenden Schmerzen in den Beinen. Die Beschwerden treten ausschließlich in Ruhe auf, z.B. beim Autofahren, im Bett liegend oder vor dem Fernseher. Die Beschwerden verringern sich bei Bewegung. Die Symptome verstärken sich am Abend und der ersten Nachthälfte. Das Restless Legs Syndrom ist eine der häufigsten Erkrankungen in der Neurologie und eine häufige Ursache von Schlafstörungen. Das RLS wird meist mit L-Dopa Präparaten, Dopaminagonisten behandelt, seltener mit zugelassenen Opioidpräparaten.
Dem Schlaganfall liegt ein plötzlicher Mangel der Nervenzellen an Sauerstoff und wichtigen Ernährungsstoffen zugrunde. Zu unterscheiden ist eine plötzlich auftretende Minderdurchblutung des Gehirns (ischämischer Hirninfarkt) oder eine akute Hirnblutung (z.B. Subarachnoidalblutung). Bei Schlaganfall ist eine sofortige Behandlung auf einer neurologischen Stroke Unit im Krankenhaus notwendig, im Anschluss folgt eine stationäre oder teilstationäre Rehabilitation. Im Vorfeld eines Schlaganfalles treten oft flüchtige neurologische Ausfälle (sogenannte TIA) auf. Hier in der Praxis werden Patienten nach erlittenen Schlafanfällen über lange Zeit behandelt. Medikamentös ist eine Sekundärprophylaxe zur Blutverdünnung meist erforderlich. Oft verbleiben Lähmungen, Sprachstörungen und kognitive Störungen, die Physiotherapie, Logopädie und spezielle Ergotherapie erforderlich machen. Im Rahmen der Prävention ist die Beachtung von Risikofaktoren und deren Besserung im Sinne angeraten (z.B. Blutdruckeinstellung, Erfassung von Herzrhythmusstörungen). Eine Duplex Sonographie der Hirngefäße kann dienlich sein, um durch Bestimmung der Gefäßwanddicke der Arteria carotis eine Aussage über den gesamten Gefäßzustand zu machen. Die Erfassung von intra- und extracraniellen Gefäßverengungen ist z. B. bei Anfällen mit Bewußtseinsverlust notwendig. Zu Fragen des Schlaganfalles und zu Fragen seiner Vorbeugung werden Sie in dieser Praxis gerne beraten.
Krankheiten, die zu chronischen Schmerzzustände führen, sind unter anderem chronische Migräne, Clusterkopfschmerz, Spannungskopfschmerz, postherpetische Neuralgie nach Zoster, neuropathische Schmerzen bei Polyneuropathie, Gesichtsschmerz, Trigeminusneuralgie; Lumbalgie bei Bandscheibenvorfall, Schmerzen bei Spinalstenose, Fibromyalgie. Bei Depression kann es zu einer psychosomatischen Überlagerung von Schmerzen bis hin zum Ganzkörperschmerz kommen.
Epilepsien sind definiert durch wiederholtes unprovoziertes Auftreten von Anfällen aufgrund exzessiver Entladungen von Nervenzellen im Gehirn. Cerebrale Anfallsleiden werden hier behandelt, oft ist eine medikamentöse dauerhafte Behandlung notwendig.

Überweisungen zu Spezialuntersuchungen

Radiologische Diagnostik (cerebrales MRT, MRT der Hals- und Lendenwirbelsäule)
MR Angiographie der hirnversorgenden Gefäße
Nuklearmedizinische Untersuchung (z.B. DAT Scan bei Parkinson Verdacht)
Neurophysiologische Untersuchungen (Elektromyographie, Nervenleitgeschwindigkeit, evozierte Potentiale, beispielsweise bei Polyneuropathien, Myelopathien, entzündlichen ZNS Erkrankungen)
Behandlung von Tremor und Dystonien mit Botulinumtoxin
Überweisung in ein Schlaflabor zur Polysomnographie)

Neurologische Rehabilitation und Krankenhausbehandlung

Gezielte und frühzeitige Rehabilitationsmaßnahmen sind sinnvoll, um die Funktionsfähigkeit und die Erwerbsfähigkeit zu erhalten. Zu Fragen der Rehabilitation berate ich Sie gerne.

Die Einweisung in neurologische Fachkrankenhäuser zur stationären oder teilstationären Behandlung kann notwendig werden, die Einweisung erfolgt im Rahmen langjähriger und bewährter Zusammenarbeit.